Nanatique_wurm

Ich bin Kunst. Zumindest für einen Moment

Nanatique_wurm

Sieh einer an: Da wandelt die Dame ganz privat am Eröffnungstag durch die Piero Manzoni-Ausstellung im Städel und wird auf einmal mir nichts dir nichts selbst zum Kunstwerk, genauer gesagt zum Erwin Wurm.

Manzoni, der gerade einmal 29 Jahre alt wurde, gehört zu den Vertretern der Konzeptkunst. Sein Anspruch: Den Körper zu Kunst werden lassen, oder, um einmal den Beitrag des Städelblogs zu zitieren: „Was gibt es in der Kunst noch zu sagen? Nichts. „Non c’è nulla da dire: c‘è solo da essere, c’è solo da vivere”. Es bleibt nur zu sein, es bleibt nur zu leben, (…).“

Trotz seines frühen Todes hat der Künstler ein umfangreiches Werk hinterlassen, auf das auch in der Gegenwart noch häufig Bezug genommen wird. Erwin Wurm ist einer dieser Schaffenden, der für die Ausstellung das Werk „One Minute Sculpture“ zur Verfügung gestellt hat. Auch Wurm setzt darauf den Körper zu Kunst werden zu lassen. Und wie ginge das leichter, als ihn direkt als Kunst agieren zu lassen. Auf den weißen Sockel setzen, Pinsel zwischen die Zehen klemmen und ablichten lassen. Gesagt getan, ist ja schließlich nicht schwer und tut auch mit Sicherheit nicht weh. Und so entstand, was ihr oben seht: Laura S. als Kunstwerk im Städel. Einmalig und nur für einen kurzen Augenblick, eben genauso vergänglich, wie das Leben selbst.

Die Ausstellung selbst ist leider schon zu Ende. Ein Blick in den Katalog lohnt aber in jedem Fall (und das nicht nur, weil ein Freund von mir daran mitgearbeitet hat). Wer sich einen ersten Überblick verschaffen will, dem sei der Post des Städel-Blogs an Herz gelegt:

http://blog.staedelmuseum.de/gegenwartskunst/piero-manzoni-gestern-und-heute

In diesem Sinne: Als der Körper Kunst wurde.

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Ein Gedanke zu “Ich bin Kunst. Zumindest für einen Moment

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