Je suis Charlie! Der schwarze Tag der Meinungsfreiheit

charlie hebdo

Es ist ein schwarzer Tag für den freien Geist, das Recht auf freie Meinungsäußerung, die Freiheit an sich. Es ist ein normaler Mittwoch, auch in Paris, bis um 11:30 Uhr drei vermummte Männer die Redaktion des Französischen Satiremagazins Charlie Hebdo stürmen und 12 Menschen, darunter drei Karikaturisten und den Chefredakteur auf bestialische Weise niedermetzeln.

Es ist ein Terrorakt, der mir auch Stunden später noch immer die Sprache verschlägt. Auch ich schreibe und lasse die Öffentlichkeit an meinen Gedanken, an meiner Sicht auf die Welt teilhaben. Sicher, es geht hier meistens um Mode und die schönen Dinge des Lebens. Doch auch die Kultur steht bei Nanatique an vorderster Stelle. Diese wurde heute nicht nur mit Füßen getreten, sondern feige von hinten erstochen.

Vermeintlich religiöser Fanatismus hat ihr das Messer in den Rücken gerammt und uns, die wir für eine Welt des freien Geistes stehen, tief getroffen. Man mag von Satireblättern und ihrer nicht immer ganz politisch korrekten Ausdrucksweise halten, was man will. Darum geht es an dieser Stelle nicht. Mit dem Attentat auf die Redaktion von Charlie Hebdo hat eine Gruppe geistig Minderbemittelter ein grundlegendes Recht der Menschheit verletzt… und mit ihr einmal mehr eine ganze Glaubensrichtung weiter in die Rolle des Sündenbocks gestürzt. Es ist ein Dilemma, das letzten Endes allen schadet und leider auch einmal mehr zeigt, dass dort wo Emotion den Geist blockiert, Rationalität kaum noch eine Chance hat. Wenn wir tatsächlich nicht mehr dazu in der Lage sein sollten, unsere Gedanken frei zu verbreiten, dann ist die Welt ein ziemlich schlechter Ort geworden. Wo Diktatur, Zensur und Angst selbst die Köpfe in Fesseln legen, versinkt schlussendlich alles in Dunkelheit.

Doch Dummheit und Fanatismus werden den freien Geist niemals in die Knie zwingen! Wenn es sein muss kämpft er bis zum bitteren Ende! Denn, was könnte mehr wert sein!

In diesem Sinne: Je suis Charlie!

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