MBFWB: Designer for Tomorrow 2014

 
Bilder: Yannic Poepperling

Der von P&C und Fashion ID gehostete Designer for Tomorrow Award ist eines der Projekte, die sich seit mehreren Jahren erfolgreich der Förderung des Modenachwuchses widmen. Dementsprechend groß war daher auch dieses Mal wieder der Andrang im Fashionzelt. Neben Berliner Größen wie Oberbürgermeister Klaus Wowereit und diversen Vertretern der Promiszene, durfte sich die Fashion Week auch über angesehenes Publikum aus der Modebranche freuen. So sichteten wir unter anderem das ehemalige Model, Bloggerin und Fotografin Hanneli Mustaparta, die Chefredakteurin der deutschen Vogue Christiane Arp und Louise Roe, die zugleich auch durch die Veranstaltung führte.
Ich freute mich jedenfalls ganz besonders darüber in diesem Jahr live bei der Abschlussshow dabei sein zu können und aus der zweiten Reihe alles hautnah mitzuerleben. Nicht zuletzt aufgrund der diesjährigen Schirmherrin Stella McCartney. Eine starke Frau, die in Anbetracht der diesjährigen, ausschließlich weiblichen Finalistinnen nicht besser hätte passen können. Echte Frauenpower eben. Einen ersten Blick auf die fünf Damen gewährten ich vor einer Weile bereits auf Supreme Mag.Mindestens so unterschiedlich wie ihre Herkunft waren die Stile der Nachwuchstalente.

Hannah Kulinski studierte an der Hochschule Hannover. Sie präsentierte uns eine frabenfrohe Kollektion aus Strick und Wolle. Mode soll Spaß machen und gute Laune bereiten, umreißt Kulinski ihre Kollektion. Ihre Stücke, allen voran der herrlich grüne Wollpullover mit weißen dreidimensionalen Dots, hatte ich sofort zu einer meiner persönlichen Favoriten gekürt.

Bei der zweiten deutschen im Bunde ging es dagegen um einiges mehr casual zu. Annalena Skörl lernte ihr Handwerk an der HAW Hamburg und hatte, wie man dem pfeifenden Applaus nach urteilen konnte, so einiges an Unterstützung im Schlepptau. Sie präsentierte uns eine reine Männerkollektion aus viel Sweatshirtstoff und weiten lässigen Schnitten.

Bei Katy Clark, die ihren Weg von der Northumbria University ins Zelt gefunden hatte, wurde es wiederum etwas düsterer. Weite Kleider, aus mehreren Lagen, die die Silhouette praktisch komplett verhüllen. Die Töne bewegten sich zwischen dunklem Grün, Violett und Schwarz.

Umso heller und filigraner wurde es dagegen bei Jamie Wei Huang. Den Abschluss des berühmten Central St. Martins College in der Tasche, berzauberte sie mit einer Kollektion, die Glas und Porzellan als besondere Elemente in sich aufnahm. Zartheit trifft auf feste Geometrie. Futurismus trifft auf asiatische Tradition. Eine Kollektion, die mich wirklich begeistert hat.

Die Gewinnerin war am Ende trotzdem eine andere: Ioana Ciolacu Miron überzeugte die Jury mit einem Mix aus fließenden und durchgeformten Stoffen. Ihre Kollektion mit dem Titel „Paradox“ verzückte nicht nur durch viel Seide, sondern vor allem durch einen Blick für die richtigen Details sowie ein ungemein präzises Handwerk. Besonders schön: der Bleistiftrock mit wellenförmigen Volants in mehreren Ebenen. Fast schon architektonisch kam dieser Look, ebenso wie einige andere, daher und schien die Matierialität von Stoff außer Kraft zu setzen. An anderer Stelle dagegen kam das Weiche, Fließende, umso deutlicher zum Tragen. Die ehemalige Schülerin am London College of Fashion weiß um die harte Arbeit, die hinter dem Traum des Modedesigns steckt und vielleicht macht gerade das ihre Arbeit so facettenreich.
Von meiner Seite noch einmal Glückwunsch an die Gewinnerin und ich bin gespannt, von welcher der Damen wir in Zukunft wohl noch etwas hören und sehen werden.

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