MBFWB: Hien Le FS 14 – Von der Natur inspiriert

Bilder: Laura Sodano (seitlich) & Yannic Pöpperling (frontal)

Neue Woche, zurück im heimeligen Frankfurt und es wird Zeit, die Berliner Fashionweek mit all ihren Höhen und Tiefen einmal Revue passieren zu lassen. Sowohl hier auf NanaKitten, als auch auf Supreme Mag, wird es in den kommenden Tagen einen bunten Strauß aus Kollektionen, Bildern und Eindrücken geben. Den Start macht einer meiner absoluten Lieblinge, dessen Show von Anfang an, fest im Plan markiert war. Der in Berlin ansässige Hien Le eröffnete bereits zum zweiten Mal die Modewoche in der Hauptstadt.

Dabei setzt er erneut auf schlicht-lässige Eleganz und außerdem dieses Mal noch stärker auf das Thema Natur. Das Nachwuchstalent ist seit jeher dafür bekannt, dass er ausschließlich natürliche, hochwertige Materialien verwendet. Nun setzt er Flora und Fauna auch visuell in Szene. Großflächige Libellenprints in überdimensionaler Größe auf Shirts, Kleider und Röcke gedruckt verzücken ebenso wie Strukturen, die solche der Natur nachahmen. Die Schnitte sitzen locker. Bodenlange Röcke wechseln sich mit kurzen Shorts ab. Darüber leichte Tops und lässige Parkas sowie Blousons. Hien Le, weiß einfach, was er tut, wenn er sich ans Textile macht. Das reicht inzwischen bis ins letzte Detail seiner Kollektionen und auch die Handschrift des Designers ist inzwischen deutlich zu erkennen: Ein Mix aus viel Seide mit Stücken aus Wolle ist mindestens genauso typisch für Hiens Arbeit, wie bereits erwähnte Blousons aus fester Baumwolle. Die beinahe schon obligatorischen Bündchen dürfen dabei selbstverständlich nicht fehlen. Auch die Farbpalette ist an die Natur angelehnt. Zartes Weiß, neutrales Beige und Olive überwiegen. Frisches Hellblau, leichtes Grün und knalliges Rot sowie Pfirsich sorgen für das richtige Sommerflair.
Meiner Meinung nach hat Hien Le mit seiner Kollektion für das kommende Frühjahr/Sommer einen idealen Start in die Modewoche beschwert. Vor allem, weil der junge Designer inzwischen nicht nur eine eigene Handschrift hat, sondern seiner Linie treu bleibt, ohne in Eintönigkeit zu verfallen.
In diesem Sinne: Natürliche Schlichtheit.


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