Sonntagsphilosophien

Sonntagabend. Das Wochenende fast vorbei. Endlich ein paar Sonnenstrahlen, die sich durch die anhaltend grässliche Winterstimmung kämpfen. Es fühlt sich fast wie Frühling an. Die Gedanken treiben vor sich hin, haben kein bestimmtes Ziel, suchen auch keines.
Eigentlich könnte man unzählige Dinge erledigen. Planen, Handeln, aktiv sein. Doch bereits mit dem ersten Schritt aus dem Bett hat man sich am Morgen für einen anderen Weg entschieden. Erholung, Entspannung gemischt mit einem Hauch melancholischer Lethargie. Katerstimmung, obwohl man am Vorabend eigentlich gar nicht genug getrunken hat. Nichtstun statt dem üblichen Multitasking, während der Geist nach Dingen fordert, die man im Moment nicht haben kann. So sehr man es sich vielleicht wünschen würde, man selbst hat einfach keinen Einfluss darauf. Stattdessen Warten. Ungeduldig. Hibbelig. Müde lehnt man sich zurück, schließt die Augen und verliert sich in den Klängen, die einen aus dem Hintergrund beschallen. Sanfte, angenehm leichte Töne, bei denen das Leben aus jeder Note quellt. Bis schließlich die Welt um einen herum ausgeblendet ist. Realität und Alltag sind auch noch morgen da. Heute können sie warten.
In diesem Sinne: Die herrlich melancholische Leichtigkeit des Seins.

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