MBFWB: Somewhen – Düster filigrane Eleganz bei Augustin Teboul

Wenn es im Berliner Modetrubel ein Label gibt, dessen Handschrift man auf Anhieb erkennt, dann ist das mit Sicherheit Augustin Teboul. Das deutsch-französische Designduo bleibt sich auch für den kommenden Herbst/Winter treu: Schwarz, schwarz und noch mal schwarz, kombiniert mit aufwendigen handgearbeiteten Elementen. Häkel und Strick, egal ob filigran oder grob, treffen auf Stickereien oder auf Applikationen von Swarovski Steinen. Dazwischen Materialien wie Leder oder Spitze. Bei Augustin Teboul zählen die Details. Sie sind es, die jedes Stück zu etwas ganz Besonderem machen und die Arbeit transportieren, die in jedem einzelnen Element steckt.
Der Titel der Kollektion „Somewhen“ fokussiert ein Thema, das auch bei anderen Designern – siehe Malaikaraiss – auf dieser MBFWB verhandelt worden ist. Die Frage nach dem menschlichen Sein und dessen Vergänglichkeit wird uns im Winter auf vielen Ebenen begegnen.
Die Präsentation dazu entsprechend lyrisch. Fernab des allgemeinen Trubels rund um das Zelt am Brandenburger Tor, hatte man sich für eine kunstvoll inszenierte Installation in der Gallerie Thomas Schulte entschlossen. Zwischen Nebel und Spotlight war das Klientel passend gewählt: Die Atmosphäre gehoben, weniger hektisch und vor allem elegant.
Augustin Teboul, ein Label, dessen Kreationen nach einem genaueren Blick verlangen. Man sollte sich Zeit nehmen für die Stücke, denn nur dann lässt sich die herrliche Raffinesse der Kollektion in all ihren Facetten erfassen.
In diesem Sinne: Rafinesse und Können, die sich im Detail entfalten.

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