Die Stilhelden meiner Jugend – Clueless präsentiert die fabelhafte Cher Horowitz

Die 90er sind zurück. Neon, Plateau, Sportychic, Numbershirts, Preppy-Look: beim Gang durch den Textilhandel scheint mir meine Jugend förmlich entgegen zu schreien. Und während ich vor ein paar Jahren noch der festen Überzeugung war, einen Großteil der damaligen Trends bestimmt nie wieder auch nur in die Nähe meiner Garderobe zu lassen, schleichen sich zunehmend, Neonarmreifen, Flatform-Sneakers und Blousons in meinen Kleiderschrank.
Irgendwie wird man das kleine Stücke Modeopfer in sich wohl nie los.
Grund genug einmal einen inspiratorischen Blick auf die Stilhelden meiner Jugend zu werfen. Während ich meiner Kindheitsheldin „Clarissa“ vor einer Weile bereits Tribut gezollt habe, steht im Mittelpunkt meiner Teenie-Jahre mit „Clueless“ ein Film, der wohl irgendwie zum Kanon meiner Generation gehört.
Cher Horowitz, allseits beliebte und mindestens genauso begehrte Highschoolqueen, besitzt einen computergesteuerten, drehbaren Kleiderschrank. (Ich warte heute noch darauf, dass jemand mir diese Freude macht.) Spiegeln vertraut sie nicht, deswegen werden Polarids gemacht. Highschool-Jungs sind definitiv nicht reif genug, um mit ihnen einen Beziehung zu führen. Und pro Woche sollte man mindestens ein außerschulisches Buch lesen. Diese und ähnliche Weisheiten haben sich bis heute in meinem Kopf festgesetzt, ob sie wirklich sinnvoll sind? Naja sagen wir mal so, irgendwann werden wir alle erwachsen.
Es gibt keine Situation zu der das feenhafte, mit Daddys Kreditkarte ausgestattete Modemädchen kein passendes Outfit hätte. Liebreizend kokette Preppyness ist ihr Markenzeichen. Zugegeben dieser Film versucht uns ein klein wenig die Leichtigkeit des Seins, als beinahe unerträgliche Bürde darzustellen. Doch blickt er dabei mit einem liebevollen Augenzwinkern auf den Hedonismus, konsumgeiler Hollywoodteenager. Cher du bist und bleibst eine meiner absoluten Stilheldinnen und verleitest mich auch heute noch gerne dazu, mich bequem zurückgelehnt in deiner maniresken Markenwelt zu verlieren. Eine „Totalerneuerung“ ist da definitiv noch lange nicht nötig!
In diesem Sinne: Verzickt, ich mach´n Schuh.

2 Comments

  1. <3

  2. Clueless hat einem erst bewusst gemacht wie wichtig es ist, bei wichtigen Gelegenheiten das Richtige zu tragen. So wie im Fall der weißen Bluse bei der Fahrprüfung. Ich bin noch imer davon überzeugt, dass Cher nur durchgefallen ist, weil die Bluse in der Reinigung war.

    Ich überlege derweil schon was ich bei der mündlichen Examensprüfung tragen soll. 😉

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