Life Pulls Us Apart – Fate Brings Us Together

Ein Film der mich seit Wochen nicht mehr loslässt. Inzwischen habe ich ihn unzählige Male gesehen, glaube die Dialoge fast auswendig zu kennen, die Bilder förmlich aufgesogen. In einer Zeit, in der Arbeit fast rund um die Uhr mein Leben bestimmt, habe ich hier meinen Ruhepol gefunden, eine Möglichkeit die Energiereserven wieder aufzutanken,
Ich bin verzaubert. 
Unmade Beds, oder London Nights (warum hat man bloß den wunderbaren Originaltitel so verschandelt) erzählt die Geschichte zweier Suchender. Axl – ein Wanderer, ein Träumer, ein Freigeist und Vera – eine Künstlerin, eine Liebende, ein wandelndes Mysterium. Während Axl aus Spanien in die Britische Hauptstadt reist, um seinen Vater zu finden, sucht Vera nach der Trennung von ihrem Freund nach Liebe und findet sie in einem geheimnisvollen Fremden, dessen Namen sie nicht einmal kennt. 
Obwohl die beiden in dem gleichen besetzten Haus leben, begegnen sie sich nur ein einziges Mal, während eines feuchtfröhlichen Videodrehs. Dennoch sind sie den ganzen Film hindurch immer miteinander verbrunden. Sei es durch Veras ausrangierte Matratze, die Axl sich nimmt, oder durch ihren Blazer, den sie in der Küche lässt und er schließlich trägt.
Unmade Beds schafft eine einzigartige Atmosphäre, die ich nicht versuchen will in Worte zu fassen. Man sieht die Bilder, man ist gefesselt, man fühlt mit und hat beinahe das Gefühl die Londoner Freiheit zu atmen. 
Ein wunderbarer Indie-Film, bei dem wie bereits bei Brilliant Love Soda Pictures ihre Finger im Spiel hatten. Der Soundtrack rundet das Ganze schließlich ab. Wenn da nur der miese deutsche Titel nicht wäre.
In diesem Sinne: Ich bin verzaubert!

One Comment

  1. My

    Hört sich wundervoll an! Vielen Dank für den Tipp, bin schon ganz gespannt!

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